Ein wesentliches Merkmal der „freien Marktwirtschaft" (also die neoliberalen Ansätze der ÖVP/NEOS) ist, dass Eingriffe und Regulierungen des Marktes durch den Staat möglichst gering gehalten werden. Das wird von „der Wirtschaft", also den Konzernbossen und den Lobbygruppen der großen Unternehmen und Konzerne, auch lautstark, massiv und ständig gefordert.
Paradox wird es dann, wenn es zu Störungen auf den freien Märkten kommt – sei es der Kollaps „systemrelevanter Banken", der Zusammenbruch kontinentalübergreifender Lieferketten, eine Pandemie, Naturkatastrophen durch den Klimawandel oder aktuell der Krieg am Golf. Dann wird genauso laut nach Interventionen des Staates geschrien.
Förderungen sollen ausgeschüttet, Regelungen abgeschafft und Steuererleichterungen gewährt werden.
Nun wird lautstark ein Eingriff in den „freien Markt" gefordert, sobald die Profite gefährdet sind.
Konservative, wirtschaftsfreundliche Regierungen erfüllen diesen Wunsch dann auch sehr gerne.
Nur: Wer zahlt die Rechnung? Die Masse der Bevölkerung, der Sparpakete aufgebrummt werden.
Kurz gesagt: Die freie Marktwirtschaft der aktuellen Ausprägung individualisiert Gewinne und sozialisiert die Verluste – zulasten der Bevölkerung.



