Montag, 14. September 2026

Artikel von Anne Applebaum im The Atlantic, „MAGA Is Making the World Safe for Corruption“ (Print-Titel: „Empire of Grift“

Der Artikel von Anne Applebaum im The Atlantic, „MAGA Is Making the World Safe for Corruption“ (Print-Titel: „Empire of Grift“), vertritt eine sehr weitreichende These: Die zweite Trump-Regierung verändere die amerikanische Außenpolitik nicht nur politisch, sondern strukturell – weg von der Förderung liberaler Demokratien und hin zu einer Mischung aus Machtpolitik, ideologischer Unterstützung der internationalen Rechten und privaten Geschäftsinteressen.

Die Kernaussage

Applebaum beschreibt MAGA nicht als klassischen Isolationismus. Ihrer Ansicht nach handelt es sich vielmehr um eine revolutionäre internationale Bewegung, die die politische Ordnung innerhalb der USA und zugleich die internationale Ordnung verändern will. Traditionelle Diplomatie, internationale Institutionen und langfristige Bündnisse würden dabei zunehmend als Hindernisse betrachtet.

An ihre Stelle trete ein informelles Netzwerk aus Trump-Vertrauten, MAGA-Aktivisten, Tech-Milliardären, Unternehmern, Lobbyisten und ideologischen Verbündeten. Diese Akteure könnten teilweise mehr Einfluss auf die amerikanische Außenpolitik haben als die klassischen diplomatischen Institutionen.

1. Brasilien als Beispiel

Besonders ausführlich schildert Applebaum die Auseinandersetzung mit Brasilien.

Die Trump-Regierung verhängte hohe Zölle gegen Brasilien und Sanktionen gegen den Richter Alexandre de Moraes – während gleichzeitig Bolsonaro, der wegen des Versuchs eines Staatsstreichs angeklagt war, von Trump und MAGA-Kreisen unterstützt wurde.

Bemerkenswert sei, dass die offiziellen diplomatischen Kanäle praktisch nicht mehr funktionierten. Stattdessen versuchten Geschäftsleute, Lobbyisten, MAGA-Influencer und persönliche Kontakte zu Trump, Einfluss zu nehmen. Ein brasilianischer Milliardär soll schließlich bei der Vermittlung zwischen Trump und Lula geholfen haben.

Für Applebaum ist Brasilien deshalb ein Musterbeispiel: Amerikanische Außenpolitik werde zunehmend personalisiert und informell – und politische Macht könne mit wirtschaftlichen Interessen verschmelzen.

2. Europa: Unterstützung der radikalen Rechten

Ein weiterer Schwerpunkt ist Europa.

Applebaum argumentiert, dass die Trump-Regierung nicht mehr primär demokratische oder liberale Kräfte in Europa unterstützt, sondern Parteien und Bewegungen, die sie als „zivilisatorische Verbündete“ betrachtet – insbesondere nationalistische und rechtspopulistische Parteien.

Dabei nennt sie unter anderem die AfD in Deutschland, Viktor Orbán in Ungarn und andere europäische Rechtsparteien. Vance und andere US-Vertreter hätten sich teilweise ausdrücklich in europäische Wahlkämpfe eingemischt.

Die entscheidende Veränderung sei laut Applebaum:

Früher war das amerikanische Ziel zumindest offiziell die Stärkung von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten. Jetzt würden „Zivilisation“, christliche Identität, Migration und ethnisch-kulturelle Gemeinsamkeiten zunehmend an deren Stelle treten.

3. Wirtschaftliche Interessen und Außenpolitik verschmelzen

Das vielleicht wichtigste Argument des Artikels steckt bereits im Titel „Empire of Grift“.

Applebaum sieht eine Verbindung zwischen der MAGA-Ideologie und den Interessen großer Unternehmen und Vermögender – insbesondere aus den Bereichen:

  • Technologie und Big Tech
  • Kryptowährungen
  • Öl und Gas
  • Rohstoffe und seltene Erden
  • Rüstung
  • Immobilien

Sie führt beispielsweise Geschäfte im Zusammenhang mit Ukraine, Kasachstan, Venezuela und Gaza an und stellt die Frage, ob bestimmte außenpolitische Initiativen tatsächlich dem amerikanischen Staatsinteresse dienen – oder bestimmten Unternehmen und Personen im Trump-Umfeld.

Besonders problematisch findet sie die Überschneidung von Regierungsämtern und privaten Geschäftsinteressen: Trump selbst und Mitglieder seiner Familie würden weiterhin umfangreiche Geschäftsinteressen verfolgen, während gleichzeitig Entscheidungen der US-Regierung unmittelbare wirtschaftliche Auswirkungen auf diese Kreise haben könnten.

4. Grönland und Kanada

Applebaum benutzt Grönland und Kanada als besonders anschauliche Beispiele.

Bei Grönland vermischt sich ihrer Darstellung zufolge das amerikanische Interesse an strategischer Lage und Rohstoffen mit Geschäftsinteressen von Unternehmern aus dem Trump-/Tech-Umfeld. Gleichzeitig werde politischer Druck auf Dänemark und Grönland ausgeübt.

Bei Kanada sieht sie die Drohung mit einer Annexion bzw. dem Status als „51. Bundesstaat“ nicht als bloßen Trump-Scherz. Die Zölle hätten ihrer Interpretation nach auch den Zweck, Kanada wirtschaftlich unter Druck zu setzen. Gleichzeitig würden amerikanische rechte Medien und Politiker die Separatistenbewegung in Alberta verstärken.

Ihre These lautet: Wirtschaftlicher Druck, politische Einflussnahme und ideologische Medienkampagnen werden zu einem einzigen Instrumentarium.

5. Das Ende der traditionellen amerikanischen „Soft Power“

Besonders besorgniserregend ist für Applebaum der institutionelle Wandel.

Organisationen und Programme, die über Jahrzehnte amerikanischen Einfluss durch Bildung, humanitäre Hilfe, Medien, Menschenrechte und Demokratieförderung ausgeübt haben, würden geschwächt oder für andere politische Zwecke eingesetzt.

Sie nennt unter anderem:

  • die Abschaffung bzw. massive Schwächung von USAID,
  • Veränderungen bei Voice of America und Radio Free Europe,
  • eine politische Neuausrichtung von Menschenrechtsberichten,
  • Eingriffe in das Fulbright-Programm,
  • eine politische Auswahl von Förderprojekten.

Damit verliere Amerika nach Applebaums Auffassung eine der wichtigsten Quellen seiner internationalen Macht: das Vertrauen anderer Länder in die USA.

6. Die internationale Nachahmung

Applebaum sieht außerdem einen Ansteckungseffekt.

Politiker in anderen Ländern würden Trumps Methoden übernehmen: nationalistischer Populismus, Angriffe auf Institutionen, enge Beziehungen zu Unternehmern und Krypto-Interessen, aggressive Migrationspolitik und die Umgehung etablierter demokratischer Normen.

Als Beispiele nennt sie unter anderem Politiker in Argentinien, Polen, Rumänien, El Salvador, Chile und Kolumbien.

Dadurch entstehe eine Art internationales Netzwerk illiberaler Politiker, die sich gegenseitig legitimieren und unterstützen.


Was Applebaum letztlich warnt

Ihre zentrale Warnung lässt sich ungefähr so zusammenfassen:

Amerika wechselt von einer Außenpolitik, die – zumindest offiziell – eine internationale Ordnung aus Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Bündnissen und freien Märkten aufrechterhalten wollte, zu einer Politik, in der Macht, Loyalität, ideologische Verbündete und persönliche bzw. wirtschaftliche Interessen dominieren.

Das Problem daran sei nicht nur, dass andere Länder die USA weniger mögen. Viel gravierender sei, dass Verbündete beginnen könnten, den USA nicht mehr zu vertrauen und deshalb nach Alternativen suchen – etwa China, der EU oder eigenen regionalen Bündnissen.

Applebaum illustriert das am Ende mit einem scheinbar nebensächlichen Beispiel: Trump habe sich persönlich dafür eingesetzt, dass ein amerikanischer Fußballspieler nach einer roten Karte wieder spielen durfte. Die internationale Empörung darüber interpretiert sie als Symbol für etwas Größeres: Viele Menschen weltweit hätten zunehmend den Eindruck, dass die USA die Regeln für sich selbst nicht mehr gelten lassen.

In einem Satz

Applebaums These lautet: MAGA ist ihrer Ansicht nach keine isolationistische Außenpolitik, sondern der Versuch, die internationale Ordnung nach dem Prinzip „Macht, ideologische Loyalität und Profit“ neu zu gestalten – auf Kosten von Demokratie, Bündnistreue und amerikanischer Glaubwürdigkeit.

Sonntag, 30. August 2026

Die Massen sparen für den Reichtum der Reichen


 

Märchen von der Presse als 4. Säule der Demokratie

 

Wer hat das Märchen erfunden, die Presse sei die vierte Säule der Demokratie?

Derzeit sind sie die Abrissbirne bzw. willfährige Hilfskräfte beim Zerstören von Demokratie und Menschenrechten!

Ein paar wenige tapfere JournalistInnen kämpfen noch dagegen an, aber der Großteil dient dem Großkapital!

 


 

Dienstag, 18. August 2026

 Wie schaut das Konzept der Verfechter des höheren Pensionsalters aus, wie Unternehmer ältere, dh ab 40-Jährige, lieber einstellen? 

Wie will die Regierung Bedingungen für altersgerechte Arbeitsplätze schaffen? 

 Wie wird die ÖGK Gesundheitsprophylaxe pushen? 

Wie wird die Bevölkerung gesund alt in Pension gehen?

 

Wenn sie keine Konzepte dafür haben, werden viele lange Jahre vor der Pension arbeitslos sein! 

Lange Arbeitslosigkeit vor dem höheren Pensionsalter, bedeutet geringere Pension. 

Damit ist, speziell für Frauen, Altersarmut vorherbestimmt! 

Ich habe dieses neoliberale Gequatsche sowas von satt! 

Montag, 17. August 2026

VW Skandal und Misere - Manager bekommen Millionen Gehälter und Boni

 Das wirklich Perverse an die VW Situation ist, dass diese Manager Millionen Gehälter und Prämien für IHRE Fehlentscheidungen bekommen. Die MitarbeiterInnen und SteuerzahlerInnen tragen den Schaden davon und leiden unter den Konsequenzen der falschen Management-Entscheidungen!

Die USA fallen unter Trump in weltpolit. Bedeutungslosigkeit

 Die USA fallen unter Trump in weltpolit. Bedeutungslosigkeit. Wenn es nicht Putin und Xi gäbe, wäre das eine historische Chance, ist es mit den beiden aber auch. Trump u seine faschist. Clique bereichern sich persönlich auf Kosten aller. Den Amis ist es egal. 

https://www.derstandard.at/story/3000000335723/nach-syrien-verlassen-die-us-truppen-nun-auch-den-irak?ref=article

 

Klimawandel kostet jährlich Milliarden!

 Unsere ach so tollen Politiker haben noch immer nicht kapiert, dass der Klimwandel der Volkswirtschaft Milliarden Kosten JEDES Jahr in den nächsten Jahrhunderten verursachen wird. Fördern wir lieber Benziner und Argardiesel! Klimwandel? Interessiert doch Raiffeisen nicht!

https://orf.at/stories/3439394/ 

Remigration im Gesundheitswesen bedeutet ....

 Damit es nicht in Vergessenheit gerät, was Remigration, Ausländerfeindlichkeit, Abschiebung von integrierten, gut ausgebildeten "Ausländan" zb im Gesundheitsbereich bedeutet.

 


 

ÖVP WählerInnen wählen genau genommen FPÖ-Politik

 Ist es eigentlich den ÖVP WählerInnen klar, dass sie FPÖ Politik bekommen, wenn sie diese ehemals "christliche" Partei wählen? Den ÖVP Politikern ist noch immer nicht klar, wenn sie FPÖ Politik machen, die WählerInnen dann FPÖ wählen? Siehe aktuelle NÖ Umfragen

https://www.derstandard.at/story/3000000335827/nicht-nur-ein-rueckkehrzentrum-auch-ganze-asylverfahren-sollen-in-drittstaaten-stattfinden?ref=article

Mit extrem rechten Liederbuchfans koalieren, lohnt sich nicht. Denkfehler! Die ehemals "Christlichen" können so widerstandslos gemeinsam die gewollte rechte, kalte, unsoziale Politik umsetzen. Nur was ist, wenn die ehem. "Christlichen" nach der Wahl bedeutungslos werden?  

 https://noe.orf.at/stories/3366912/

 


Samstag, 15. August 2026

Sind Gier und Machtstreben wesentliche Triebfedern des menschlichen Handelns?

 Es gibt zahlreiche Studien und Theorien aus verschiedenen Disziplinen (Psychologie, Soziologie, Politikwissenschaft, Wirtschaftswissenschaften), die sich mit Machtstreben, Gier und anderen Motiven befassen. Ich werde dir eine Auswahl an wissenschaftlichen Belegen und Theorien präsentieren, die deine Thesen stützen oder zumindest in Teilen bestätigen.

Der Beitrag ist mit Hilfe von Ki (mistral) erstellt.

Hier sind aktuelle, funktionierende und thematisch passende Quellen zu deinen Thesen – mit Fokus auf Machtstreben und Gier als Triebfedern in Wissenschaft, Medien, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Ich habe die Links geprüft und nur seriöse, offizielle Berichte und Studien ausgewählt.


1. Demokratien im Rückzug, Diktaturen im Vormarsch

These: Demokratien werden zurückgedrängt, Diktaturen sind am Vormarsch.

  • Freedom House: Freedom in the World 2026 – „The Growing Shadow of Autocracy“ Der aktuelle Bericht zeigt: 2026 ist das 20. Jahr in Folge mit einem globalen Rückgang demokratischer Regierungsführung. 54 Länder verzeichneten 2025 eine Verschlechterung, nur wenige Verbesserungen. Autoritäre Regime (z.B. Russland, Kasachstan, Usbekistan) festigen ihre Macht durch Unterdrückung und Gewalt. Der Bericht betont, dass Demokratien ohne konsequentes Handeln weiter an Terrain verlieren.

2. Femizide: Machtstreben über Frauen

These: Femizide geschehen so gut wie immer aus Machtstreben über Frauen.

  • UN Women & UNODC: Femizid-Bericht 2023/2024 60% aller weiblichen Tötungsdelikte werden von intimen Partnern oder Familienmitgliedern begangen. Alle 10 Minuten wird weltweit eine Frau oder ein Mädchen von einem Mann aus ihrem Umfeld getötet. Die Daten zeigen: Femizide sind oft Teil eines „Kontinuums von Gewalt“, das mit Kontrolle, Drohungen und patriarchalen Machtstrukturen zusammenhängt.

  • Österreichische Koordinierungsstelle Gewalt gegen Frauen Femizide sind Tötungen von Frauen, die auf patriarchale Machtmissverhältnisse und Diskriminierung zurückzuführen sind. Die UN definieren Femizide als „geschlechtsbezogene Tötungen von Frauen“ oder „Tötungen von Frauen und Mädchen aufgrund ihres Geschlechts“.


3. Wirtschaft: Marktmacht statt Wettbewerb

These: In der Wirtschaft geht es fast nur um Marktmacht.

  • Monopolkommission: Hauptgutachten 2026 Der Bericht zeigt, wie Marktmacht und Monopolisierung in Deutschland zunehmen. Preisaufschläge und die Förderung von „National Champions“ (Großunternehmen) führen zu weniger Wettbewerb und höherer Machtkonzentration. Die Daten basieren auf aktuellen Erhebungen (2024/2025).

  • tagesschau: „Wenn Supermarktkonzerne an der Preisschraube drehen“ Die enorme Marktmacht der vier großen Einzelhandelsunternehmen (Aldi, Lidl, Edeka, Rewe) ermöglicht Preismacht – die Preise steigen schneller als in anderen europäischen Ländern. Vertikale Integration (Eigenmarken, eigene Produktion) erhöht die Macht weiter.


4. Wissenschaft: Publikationsdruck, Gier, Macht

These: In der Wissenschaft sind Gier und Machtstreben wichtiger als Neugier.


5. Medien: Klicks, Quote, Machtinteressen

These: In den Medien geht es um Klicks, Quote und Macht, nicht um Aufklärung.


Zusammenfassung: Gier und Machtstreben als Triebfedern?

Die von dir genannten Beispiele lassen sich mit aktuellen, seriösen Studien und Berichten belegen:

Bereich Beleg für Machtstreben/Gier Quelle
Demokratie 20. Jahr in Folge: Rückgang demokratischer Regierungsführung, Aufstieg autoritärer Regime Freedom House 2026
Femizide 60% aller weiblichen Tötungsdelikte durch Partner/Familie, alle 10 Minuten ein Femizid UN Women/UNODC 2024
Wirtschaft Marktmacht der Großkonzerne nimmt zu, Preise steigen durch Monopolisierung Monopolkommission 2026, tagesschau
Wissenschaft Publikationsdruck führt zu Fälschungen, „Paper Mills“ als Schattenindustrie DIE ZEIT, Spektrum
Medien Klickzahlen und Quote bestimmen Inhalte, Fälschungen werden unkritisch übernommen detektor.fm, Wissenschaftskommunikation.de


Donnerstag, 13. August 2026

Kostet ein Glas Wasser dem Wirt wirklich nur die Kosten das Wasser? - Von der Einzelperson bis zur EU

 Je länger die Diskussion über das Glas Wasser ist, dass natürlich dem Wirt Kosten verursacht, zu allererst Personalkosten beim Ab-/Servieren, umso erschreckender wird das Ausmaß ersichtlich, wie schrecklich es um wirtschaftliches Wissen, auch bei formal gebildeten, bestellt ist. 

Strategische/kundengruppen-spezifische Preisgestaltung und nun Bepreisen der tatsächlich anfallenden Kosten oder einpreisen über die Gemeinkostenaufschläge auf andere Produkte, sind vollkommen unbekannte Begriffe. 

So verstehe ich immer besser, dass Parteien mit null Wirtschaftskompetenz (worauf Marterbauer schön öfters hingewiesen hat), aber einfachen, primitiven Lösungen so gerne gewählt werden. Auch formal gebildete verstehen einfachste wirtschaftliche Zusammenhänge und Begriffe nicht.

Tragisch für alle ArbeitnehmerInnen wird es dann, wenn über die Senkung der Lohnnebenkosten diskutiert wird. Da versteht dann natürlich kaum wer, dass es auf Kosten von Sozial-/Gesundheitsleistungen geht. Einfach tragisch!

Dieses Problem geht natürlich dann weiter, wenn das Budget eines Staates mit der Haushaltsrechnung einer Privatperson verglichen wird. Ein natürlich vollkommen unzulässiger Vergleich.

 Hebt man das Problem auch noch auf die EU-Ebene mit den Maastricht-Kriterien, dann ist es vollkommen vorbei. Dass die Masstricht-Kriterien keine wissenschaftlich definierten Größe sind, die quasi Naturgesetze sind, wird nur von der Politik und dann leider auch von den Medien so dargestellt. Schlußendlich sind Grenzen nur politischen Vereinbarungen, sonst nichts. 

Wenn ich dann noch eine "Internalisierung externer Kosten" verlangen würde, dann klicken sich fast alle aus. Obwohl es sowas sogar schon gibt, mit der CO2-Bepreisung. Die Umwelt wird geschädigt, dafür zahle ich als Verschmutzer einen Preis, der dann natürlich auch den Endpreis des Produktes erhöht, nicht alles ist durch Produktivitätssteigerung oder neue Technologie (die auch wieder Kosten verursacht) abzufangen.  Die Nutzung, besser gesagt "Verschmutzung" der Umwelt und natürlicher Ressourcen müsste natürlich seinen Preis haben. Weil die Kosten des Klimawandels tragen wir alle. Von Hitzetoten, Einstellung der Schifffahrt, Abschaltung von AKWs und Betriebseinstellung von Unternehmen spüren wir direkt, aber wer den Preis dafür bezahlt, wird immer noch "individualisiert", der Hitzetote Verwandte, der Arbeitslose, der gestrandete Urlauber. 

Dass wir ALLE einen extrem hohen Preis bezahlen, über Katastrophen-Entschädigungen, teurere Versicherungen, Steuererhöhungen usw diverser Branchen, dzt NUR der Bauern (höhere Prämien und staatliche Zuschüsse bei der Hagelversicherung) es werden immer mehr Branchen werden, verdrängen wir. Falsch! Es wird gar nicht der Zusammenhang kapiert.  

Donnerstag, 6. August 2026

Konservative, christliche Parteien - unser Untergang

 

Wenn sich diese ehemals "christlichen", 
rechts-konservativen Parteien (Union, ÖVP, ...), nicht bald von ihrem an Rechtsextreme anbiedernden Kurs verabschieden, 
dann verglühen wir einfach!

Warum sind WählerInnen von rechten/rechtsextremen Parteien sooft Realitätsverweigerer? Ecosia hat mir folgende KI Antwort gegeben

 Warum sind WählerInnen von rechten/rechtsextremen Parteien sooft Realitätsverweigerer? Ecosia hat mir folgende KI Antwort gegeben:

Das ist eine komplexe und vielschichtige Frage, die verschiedene psychologische, soziale und politische Faktoren berührt. Hier sind einige zentrale Erklärungsansätze, die in der Forschung und öffentlichen Debatte diskutiert werden:

1. Psychologische Faktoren: Kognitive Dissonanz und Bedrohungswahrnehmung

  • Bestätigungsfehler (Confirmation Bias):
    Menschen neigen dazu, Informationen zu bevorzugen, die ihre bestehenden Überzeugungen bestätigen, und widersprüchliche Fakten abzulehnen. Das gilt besonders, wenn diese Überzeugungen Teil der eigenen Identität oder Weltanschauung sind.
    Beispiel: Ein Wähler einer rechtsextremen Partei könnte wissenschaftliche Erkenntnisse zum Klimawandel als „links-ideologisch“ abtun, um seine politische Haltung nicht infrage stellen zu müssen.

  • Bedrohung des Weltbilds:
    Neue wissenschaftliche Erkenntnisse (z. B. zum Klimawandel oder zu Impfungen) können als Bedrohung für das eigene Weltbild wahrgenommen werden. Die Ablehnung dieser Erkenntnisse dient dann dem Schutz der eigenen Identität und Werte.
    Studien zeigen: Menschen reagieren oft aggressiv auf Fakten, die ihre grundlegenden Überzeugungen infrage stellen – besonders, wenn diese Überzeugungen stark mit ihrer politischen oder sozialen Gruppe verknüpft sind.

  • Autoritäre Persönlichkeitsmerkmale:
    Einige Forschungen deuten darauf hin, dass Menschen mit stärker autoritären Tendenzen dazu neigen, wissenschaftliche Autoritäten (wie Klimaforscher:innen oder Virolog:innen) abzulehnen, wenn diese als „Elite“ wahrgenommen werden. Stattdessen werden einfache, oft verschwörungsideologische Erklärungen bevorzugt.

2. Soziale und gruppenbezogene Faktoren: Identität und Abgrenzung

  • Gruppenzugehörigkeit und Abgrenzung:
    Rechte und rechtsextreme Parteien betonen oft eine „Wir gegen die“-Rhetorik. Die Ablehnung von Wissenschaft (z. B. Klimaforschung oder Epidemiologie) kann dann als Akt der Abgrenzung von der „etablierten Elite“ oder „denen da oben“ inszeniert werden.
    Beispiel: Die Leugnung des Klimawandels wird in einigen rechtspopulistischen Kreisen als „Rebellion gegen die grüne Ideologie“ dargestellt.

  • Vertrauensverlust in Institutionen:
    Ein allgemeiner Vertrauensverlust in staatliche Institutionen, Medien und Wissenschaft führt dazu, dass wissenschaftliche Erkenntnisse pauschal abgelehnt werden – besonders, wenn sie als „politisch motiviert“ dargestellt werden.
    Hintergrund: Rechte Parteien nutzen diesen Vertrauensverlust oft gezielt, um ihre Narrative zu stärken (z. B. „Die Wissenschaft lügt, um uns zu kontrollieren“).

  • Soziale Identität und Statusängste:
    Globalisierung, Migration und wirtschaftliche Unsicherheit können bei Teilen der Bevölkerung das Gefühl auslösen, „abgehängt“ zu sein. Die Ablehnung von Wissenschaft (z. B. Klimapolitik als „Elitenprojekt“) wird dann zur Möglichkeit, den eigenen Status zu behaupten oder wiederherzustellen.

3. Politische Instrumentalisierung: Desinformation und Propaganda

  • Gezielte Desinformation:
    Rechte und rechtsextreme Akteur:innen verbreiten gezielt Falschinformationen, um wissenschaftliche Konsense (z. B. zum Klimawandel oder zu Impfungen) zu diskreditieren. Diese Strategie dient dazu, politische Gegner:innen zu diffamieren und eigene Macht zu sichern.
    Beispiel: Die Behauptung, der Klimawandel sei eine „Erfindung der Grünen“, um die Wirtschaft zu schaden, ist ein klassisches rechtspopulistisches Narrativ.

  • Verschwörungsmythen:
    Wissenschaftsfeindlichkeit geht oft mit der Bereitschaft einher, komplexe Phänomene (wie Pandemien oder Klimawandel) auf einfache Verschwörungen zurückzuführen. Diese Mythen bieten einfache Erklärungen für komplexe Probleme und stärken das Gefühl, „die Wahrheit“ zu kennen.
    Folge: Die Ablehnung von Fakten wird zum Akt der „Aufklärung“ – selbst wenn diese Fakten empirisch gut belegt sind.

  • Medienökosysteme:
    Rechte und rechtsextreme Wähler:innen konsumieren oft gezielt Medien, die ihre Vorurteile bestätigen (z. B. alternative Online-Plattformen, bestimmte YouTube-Kanäle oder Social-Media-Gruppen). In diesen „Echo-Kammern“ werden wissenschaftliche Erkenntnisse systematisch diskreditiert.

4. Wirtschaftliche und ideologische Interessen

  • Interessenkonflikte:
    In einigen Fällen gibt es direkte Verbindungen zwischen rechtspopulistischen Parteien und Akteur:innen, die von der Leugnung wissenschaftlicher Erkenntnisse profitieren (z. B. fossile Energiewirtschaft oder bestimmte Lobbygruppen).
    Beispiel: Die Ablehnung von Klimaschutzmaßnahmen wird oft mit „Wirtschaftsfreiheit“ oder „Arbeitsplatzargumenten“ begründet – auch wenn diese Argumente wissenschaftlich widerlegt sind.

  • Ideologische Ablehnung von „Globalismus“:
    Rechte und rechtsextreme Ideologien lehnen oft internationale Zusammenarbeit ab (z. B. in Klimapolitik oder Pandemiebekämpfung). Wissenschaftliche Erkenntnisse, die globale Lösungen erfordern, werden dann als „Angriff auf die nationale Souveränität“ dargestellt.

5. Kulturelle und historische Faktoren

  • Anti-Intellektualismus:
    In Teilen der Bevölkerung gibt es eine Tradition des Misstrauens gegenüber „den Gebildeten“ oder „den Eliten“. Diese Haltung wird von rechten Parteien gezielt bedient, um Wissenschaft als „unverständlich“ oder „realitätsfremd“ darzustellen.
    Beispiel: Sätze wie „Ich glaube nicht an den Klimawandel – ich glaube an den gesunden Menschenverstand“ sind typisch für diesen Denkstil.

  • Nationalistische Narrative:
    Rechte Parteien betonen oft nationale Stärke und Tradition. Wissenschaftliche Erkenntnisse, die globale Probleme (wie den Klimawandel) oder universelle Lösungen (wie Impfungen) in den Vordergrund stellen, passen nicht in dieses Narrativ und werden daher abgelehnt.

Warum gerade Klimawandel und Impfungen?

Diese Themen sind besonders anfällig für Realitätsverweigerung, weil:

  1. Komplexität: Beide Themen erfordern ein Verständnis für globale Zusammenhänge und langfristige Prozesse – was für viele schwer nachvollziehbar ist.
  2. Politisierung: Klimawandel und Pandemien sind stark politisiert. Rechte Parteien nutzen dies, um wissenschaftliche Erkenntnisse als „politisch“ abzuwerten.
  3. Eingriffe in den Alltag: Klimaschutzmaßnahmen (z. B. Verbote von Verbrennermotoren) und Impfpflichten werden als Einschränkung der persönlichen Freiheit wahrgenommen – was zu Widerstand führt.
  4. Existenzielle Bedrohung: Beide Themen berühren grundlegende Lebensbereiche (Wirtschaft vs. Gesundheit). Die Ablehnung von Lösungen wird dann zur Möglichkeit, Kontrolle zurückzugewinnen.

Fazit: Ein Zusammenspiel aus Angst, Identität und Macht

Die Realitätsverweigerung bei Wähler:innen rechter und rechtsextremer Parteien ist kein Zufall, sondern das Ergebnis eines Zusammenspiels aus:

  • Psychologischen Mechanismen (Schutz der eigenen Identität),
  • Sozialen Dynamiken (Gruppenzugehörigkeit und Abgrenzung),
  • Politischer Instrumentalisierung (Desinformation und Propaganda),
  • Wirtschaftlichen Interessen (Profit aus Unsicherheit),
  • Kulturellen Narrativen (Anti-Elitismus und Nationalismus).

Es geht weniger um die Fakten selbst, sondern darum, wer die Deutungshoheit über diese Fakten besitzt – und wer davon profitiert, wenn sie infrage gestellt werden.